Bis zur letzten Pritsche!

Da sein Theaterdirektor entschlossen hat nur noch KinderstĂĽcke auf den Spielplan zu setzen, weigert sich Kasperl weiterhin aufzutreten und muss daher als Hausmeister arbeiten. Er fĂĽhlt sich verraten, frustriert und gelangweilt.
Als die Situation eskaliert kĂĽndigt er seinem Intendanten und stachelt seine Mitspieler*innen dazu auf, den Direktor zu ĂĽberwältigen und selbst die Herrschaft ĂĽber das Theater zu ĂĽbernehmen – natĂĽrlich mit ihm selbst an der Spitze. Diejenigen die ihn nicht unterstĂĽtzen werden rĂĽcksichtslos aus dem Weg geräumt.
In „Bis zur letzten Pritsche!“ bedient sich Kasperl dabei der selben Mittel, die autoritäre Regime und Rechtspopulisten benutzen. Um die Aktualität des Themas noch zu unterstützen, ist der Text des Stückes gespickt mit tatsächlichen Aussagen diverser Politiker*innen. Schon der Titel ist eine Anspielung auf die Aussage eines prominenten deutschen Politikers, wir würden uns wehren „…bis zur letzten Patrone.“
Von der Diffamierung Andersdenkender bis hin zur Errichtung von Umerziehungslagern – Kasperl schwingt sich zum faschistischen Diktator auf und erklärt alle anders Denkenden, egal ob Puppe oder Mensch, zu Feinden des Volkes.

„Kasperl: An diesem Punkt, an dem uns allen das kulturelle Bällchenbad droht, wird Widerstand zur Pflicht.
Und ich sage wir werden uns wehren – bis zur letzten Pritsche!“

„Gretel: Wir brauchen etwas, um das Volk von unserer Vision zu überzeugen!
Kasperl: Was? Ich dachte wir sind das Volk?“

Text, Regie, Spiel: Andreas Pfaffenberger
Puppenbau: Michaela Bangemann

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